Schwere Vorwürfe in der Immfinanz/Immoeast-Causa: Laut einem Bericht des Wirtschaftsblatts wurden angeblich von den Töchtern der Constantia Privatbank über 100 Millionen Euro für fingierte Leistungen in Rechnung gestellt.
Die Zeitung beruft sich dabei auf Gerichtsakten: Demnach hätte ein leitender Angestellter bei einer Zeugeneinvernahme – derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien gegen gut ein Dutzend Manager wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue –ausgesagt, dass in den vergangenen fünf Jahren von den Töchtern der Constantia Privatbank Leistungen im Wert von mehr als 100 Millionen Euro fingiert worden seien. Töchter der CPB hätten der Immofinanzgruppe nachträglich Vermittlungsprovisionen in Rechnung gestellt, obwohl die Bank auf Basis des Managementvertrags ohnedies ein Entgelt bezogen hätte.
In einem anderen Fall soll ein und dieselbe Leistung dreimal bezahlt worden sein. Für Liegenschaften seien "Maximalwerte" gezahlt worden, die "kein vernünftiger Käufer zu zahlen bereit gewesen wäre", wird der Manager zitiert.
Im Strafverfahren rund um Immofinanz, Immoeast und Constantia Privatbank wird auch gegen den früheren Chef von CPB und Immofinanz, Karl Petrikovics, wegen Verdachts auf Betrug und Untreue. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.